Selbstvermarktung ist mehr als ein gutes Profilbild oder ein cleverer Slogan. Es ist das Gefühl, das andere mit dir verbinden. Deine Farben, dein Stil, deine Produktformen oder deine persönliche Story rufen Wiedererkennung hervor und wecken Erinnerungen, die sofort mit dir oder deinem Business verknüpft werden. Selbstvermarktung bedeutet dabei nicht nur, Emotionen auszulösen. Sie ist deine Identität im Wettbewerb – die Art und Weise, wie du dich unverwechselbar positionierst und deine Zielgruppen langfristig an dich bindest. Gerade in Zeiten von Künstlicher Intelligenz, in denen Inhalte in Sekundenschnelle generiert und vervielfältigt werden, sind klare Werte ein Muss: Sie stiften Vertrauen und geben Orientierung.
Was für dich persönlich gilt, gilt auch für dein Unternehmen oder dein Business: Der Aufbau einer Marke und kontinuierliches Brand Management sind keine kurzfristige Angelegenheit, sondern das Ergebnis konsequenter, strategischer Arbeit. Markenbekanntheit ist mehr als ein Logo oder ein Werbespot. Es ist ein Gefühl, das durch konsistente Markenwerte, eine klare Story und ein glaubwürdiges Auftreten entsteht und Unternehmen hilft, sich im Wettbewerb unverwechselbar zu positionieren und Zielgruppen langfristig zu binden.
Wie Markenführung und Brand Marketing im KI-Zeitalter gelingen und warum ein klarer, unverkennbarer Auftritt wichtiger ist denn je, erfährst du im Blogbeitrag. Denn Branding ist nicht nur etwas für große Unternehmen oder bekannte Marken. Du kannst die Gedanken und Leitlinien des Brandmarketings gezielt nutzen, um dich selbst oder dein Business hervorragend zu vermarkten und auf deine Angebote aufmerksam zu machen. Ein nützlicher Helfer sind dabei übrigens die Open Badges der IHK.
Inhalt
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Was ist Selbstvermarktung?
Alyssa Leven, Markenexpertin und Geschäftsführerin BRAND ATTACK, zeigt auf, was Selbstvermarktung ist:
„Vergewissere dich zunächst, dass nichts gegen Selbstvermarktung spricht und das eigene Ich als Marke aufzubauen, kein Ego-Trip ist, sondern ein bewusster und werteorientierter Prozess. Selbstvermarktung ist keine Eitelkeit: Sich bewusst zu positionieren heißt nicht egozentrisch zu sein, sondern Verantwortung dafür zu übernehmen, wie man wahrgenommen wird. Habe daher den Mut dich auch als Mensch zu positionieren. Positionierung heißt nicht, alle erreichen zu wollen, sondern die Richtigen.

Womit du beim Kern von Selbstvermarktung angekommen bist. Durch eine clevere Selbstvermarktung bringst du andere Menschen dazu über dich zu sprechen und positiv zu berichten. Für deine Außenwirkung ist dieses Prinzip viel wirksamer, da es wie eine externe glaubwürdige Empfehlung wahrgenommen wird und weniger als Selbstdarstellung. Schließlich bedeutet Selbstvermarktung nicht anderen zu erzählen, wie großartig man ist, sondern der Aufbau eines authentischen Personal Brands, um aus sich selbst eine Marke zu machen.“
Wie selbstvermarkten?
Wie du siehst, ist Selbstvermarktung ein konsistenter Prozess, bei dem es nicht darum geht, laut zu sein, sondern verlässlich erkennbar zu sein. Wie du dabei vorgehen kannst, erzählt Alexandra Epgert, Business Coach, Trainerin, Wirtschaftsmediatorin, wie sie die Prinzipien des Brandmarketings für ihre Selbstvermarktung aufgreift:
„Wenn ich über Selbstvermarktung als Freiberuflerin nachdenke, steht für mich zuerst die Qualität meiner Arbeit im Mittelpunkt. Meine Erfahrung ist: Auch in digitalen Zeiten kommen viele meiner Aufträge über Menschen, die mit mir zusammengearbeitet haben und mich weiterempfehlen.
Selbstvermarktung bedeutet für mich deshalb nicht nur, gute Arbeit abzuliefern, sondern auch Beziehungen zu pflegen und als Mensch sichtbar zu sein – so, wie ich bin. Authentisch, stimmig zu meinen Werten und mit echter Freude am Kontakt zu Menschen.“
Open Badges: Dein digitales Abzeichen für dein Personal Brand
Zeig, was du gelernt hast: einfach und digital mit einem Open Badge. Selbstvermarktung bedeutet vor allem, sich bewusst zu machen, welchen Zielgruppen du dich präsentieren möchtest. Potenzielle Kunden und Interessenten suchen in erster Linie nach Lösungen und Dienstleistungen, die ihnen helfen, ein konkretes Problem zu bewältigen. Gesucht und gefragt sind daher Kompetenzen und Expertise für diese Anliegen.
Mit einem Open Badge als Nachweis für deine Teilnahme an Veranstaltungen, Weiterbildungen oder erfolgreich abgelegten Prüfungen etc. zeigst du deine Kompetenzen direkt und unkompliziert in deinem Online-Profil. Sichtbar für alle, die sich für dein Angebot interessieren. Was genau ein Open Badge ist und wie du die Abzeichen in deinen Online-Profilen hinterlegst, liest du hier im Blog Wissenwertes über die Open Badges, dem digitalen Abzeichen der IHK.

Bild: DIHK Bildungs-gGmbH
Ein praktisches Beispiel für Open Badges als Selbstvermarktungsinstrument sind die Bestenehrungen der DIHK und diverser IHKs. Jedes Jahr kürt die DIHK die national besten Azubis im Rahmen einer großen Feierlichkeit in Berlin. Dieses Jahr wurden insgesamt 211 Absolventen und Absolventinnen geehrt und haben zusätzlich zu Ihren Auszeichnungen ein digitales Badge bekommen, mit dem sie ihre Leistungen für alle sichtbar und überprüfbar in Business Media wie z.B. LinkedIn hervorheben können. Weitere Details zu den Bundesbesten kannst du im offiziellen Beitrag der DIHK hier lesen.
Neben den Bundesbesten nutzen auch viele Kammern die Möglichkeit ihre besten Azubis regional zu küren. Hier sind zahlreiche Beispiele für regionale Bestenehrungen verlinkt, bei denen die Teilnehmenden ein digitales Badge zur Selbstvermarktung erhalten haben:
- DIHK: Nationale Bestenehrung 2025,
- IHK Rhein-Neckar: IHK-Prüfungsbestenfeier 2025,
- IHK Heilbronn: Bestenehrung 2025,
- IHK Nordschwarzwald: Die Besten aus dem Nordschwarzwald,
- IHK Pfalz: Prüfungsbeste 2025,
- IHK Hochrhein-Bodensee: IHK-Bestenehrungen 2025 in Schopfheim und Konstanz,
- IHK Karlsruhe: IHK Karlsruhe ehrt Spitzenleistungen in Aus- und Weiterbildung,
- IHK Aachen: IHK Aachen ehrt die besten Auszubildenden der Region,
- IHK Bonn/Rhein Sieg: „Engagement in schwierigen Zeiten umso höher zu bewerten“,
- IHK Limburg: IHK Bestenehrung

Bild: © DIHK / Schicke / Plambeck
Open Badges bieten dir eine gute Gelegenheit, dich näher mit Branding und Selbstvermarktung zu beschäftigen. Im folgenden Abschnitt findest du alles Wissenswerte über Branding und Selbstvermarktung und warum sie im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz wichtiger denn je sind.
Was ist Branding und warum ist es für ein Unternehmen wichtig?
Brand Marketing bezeichnet den strategischen Prozess eine Marke aufzubauen und zu führen. Kern eines erfolgreichen Branding ist die Entwicklung einer klaren Markenidentität. Ziel des Brand Marketings ist es sich vom Wettbewerb abzuheben, in dem Unternehmen emotionale Bindungen der Zielgruppen hervorrufen. Kunden sollen nicht nur ein Produkt kaufen, sie sollen sich mit der jeweiligen Marke identifizieren.
Branding ist für ein Unternehmen wichtig, weil es die Grundlage für die langfristige Positionierung am Markt ist. Eine wiedererkennbare Marke wirkt sich positiv auf die Kaufentscheidungen der Kunden aus und vermittelt Vertrauen, Glaubwürdigkeit oder Emotionen. Außerdem können bekannte Marken höhere Preise durchsetzen, wenn Zielgruppen bereit sind, für vertraute Markenwerte mehr zu bezahlen.
Wie definiere ich den Wert und die Positionierung meiner Marke?
Der Wert einer Marke wird durch viele Faktoren bestimmt. Einen allgemein gültigen Maßstab gibt es dabei nicht. Im Brandmarketing und im strategischen Brand Management müssen stets die individuellen Ziele eines Unternehmens berücksichtigt werden, etwa die Steigerung der Markenbekanntheit, der Aufbau einer Marken Awareness, die Differenzierung im Wettbewerb oder die langfristige Kundenbindung.

Bild: Patrik Michalicka über Unsplash
Neben dem Wert einer Marke bestimmen diese Faktoren auch die Positionierung einer Marke. Im Marketing und Branding bedeutet die Markenpositionierung den Prozess eine Marke so zu gestalten, dass sie ins Bewusstsein der Zielgruppe rückt und dort zur Kunden- und Käuferbindung beiträgt. Neben der Markenbekanntheit berücksichtigt eine erfolgreiche Markenführung hierzu auch Faktoren wie die Preis- oder Produktstrategie.
Welche Kanäle und Taktiken sollte ich nutzen, um die Markenbekanntheit in meiner Zielgruppe aufzubauen?
Sowohl im Brandmarketing als auch in der Selbstvermarktung gilt: Am Anfang steht die präzise Zielgruppenanalyse. Deren Ergebnisse zeigen dir, wer deine Zielgruppe tatsächlich ist, welche Bedürfnisse und Erwartungen sie hat und über welche Kanäle sie bevorzugt kommuniziert. Wie du im Online Marketing Branding erfolgreich eine Zielgruppen Analyse durchführst und mit Awareness Marketing neue Interessenten ansprichst, erfährst du auch im Zertifikatslehrgang Online Marketing Manager (IHK).
Mögliche Kanäle im digitalen Branding und zur Selbstvermarktung sind Social Media Plattformen, Online-PR, deine eigene Website, bezahlte Performance Maßnahmen wie Online Werbung und Social Media Apps oder Kooperationen mit Influencern.

Bild: Brands&People über Unsplash
Selbstmarketing-Tipps und Taktiken: Nutze diese Kanäle, um dich deiner Zielgruppe vorzustellen und für sie positive Erlebnisse mit deiner Marke zu kreieren, damit sie dich nicht nur wahrnimmt, sondern auch aktiv mit dir interagiert. Entwickle mit Storytelling ein Messaging, das Emotionen weckt, halte für eine höhere Wiedererkennbarkeit deine Botschaften und dein Design konsistent und baue eine Community auf, die sich mit deiner Marke identifiziert.
Wie unterstützt KI im Brandmarketing und in der Selbstvermarktung?
KI-Tools bieten dir wertvolle Unterstützung im Brandmarketing und in der Selbstvermarktung. Mit KI-Anwendungen wie GenAI kannst du Inhalte für deine Eigenwerbung schneller erstellen und dein Selbstmarketing skalieren. Dir bleibt mehr Zeit, um an deinen Botschaften und deinen Kampagnen für das digitale Branding zu feilen.
KI-Anwendungen können zwar viele Prozesse effizienter gestalten, aber Strategie und persönlicher Dialog sollten bei dir bleiben, wie dieses Selbstmarketing-Beispiel aus dem Social Media Management verdeutlicht: Mit KI im Content Marketing kannst du die Inhalte aus dem Social Media Redaktionsplan automatisiert vorbereiten, strukturieren und sogar an die passenden Kanäle ausspielen.
Aber das Gespräch in den sozialen Netzwerken solltest du selbst führen, um authentisch zu bleiben und echte Beziehungen zu deiner Zielgruppe aufzubauen. Schließlich sind persönliche Gespräche und Erfahrungen immer noch ein hoher Trust-Faktor für ein erfolgreiches Branding.
Wie kann ich die Wirksamkeit meiner Markenstrategie und den Markenwert messen und verfolgen?
Die Wirksamkeit deiner Markenstrategie lässt sich durch zuvor festgelegte Kennzahlen (oder KPIs, engl. Abk. für Key Performance Indicators) messen. Typische Kennzahlen für die Selbstvermarktung bzw. für das Brandmarketing sind Markenbekanntheit (wie viele Target-Personen kennen deine Marke?), Markentreue (Höhe der Kundenbindung), Markenimage (Wahrnehmung deiner Marke) und Differenzierung im Wettbewerb (Ist deine Marke von der Konkurrenz unterscheidbar?).
Eine weitere Kennzahl im Brandmarketing und der Selbstvermarktung ist der Markenwert. Diese Kennzahl misst den wirtschaftlichen Wert deiner Marke. Also welche Rolle spielt deine Marke etwa für den Umsatz, wenn Kunden sich beim Kauf bewusst für deine Marke entscheiden.

